MUNICH's BEST

Mit R FINGER gründete Markus Schultze in München ein kleines Label für Leder-Accessoires, das mit seinen Produkten Identität und Stil einer geradlinigen, erfolgreichen, smarten und zugleich minimalistischen Person ausdrückt. Inspiriert wurde er dabei von langen Aufenthalten in Shanghai und Hong Kong, doch auch seine eigene Familiengeschichte spielte eine wichtige Rolle - und damit die Verbindung zu seiner Heimat.

Wie kamen bist Du darauf gekommen mit R FINGER ein Label für Leder-Accessoires zu gründen?

Im Prinzip lag es ziemlich nah – mein Ur-Großvater, mein Großvater und mein Vater sind alle Schuh- und Lederwaren-Fabrikanten gewesen beziehungsweise sind es immer noch. Obwohl mein Vater mir geraten hat Zoll-Beamter zu werden (weniger Stress), habe ich mich entschieden meiner Leidenschaft für Design, Handwerk und Mode nachzugehen. Nach Jahren im internationalen Modegeschäft mit Fokus auf Japan/Hong Kong und China habe ich Ende 2010 den Sprung gewagt und mein eigenes Label gegründet – alles sehr frisch also.

Was zeichnet Dein Label aus? Was ist das Besondere am Design Deiner Produkte?

Das Label zeichnet sich wohl durch seine einzigartigen Gegensätze aus, die ich konsequent in Produkt, Logo und Image-Motiven widerspiegeln lasse. Stets wird Minimalismus und auf höchstem Niveau von subtiler Extravaganz unterbrochen und dadurch ein gewisser „Twist“ in die Sache gebracht. Für mich ist das einerseits ein Spiel, auf der anderen Seite ist es für mich auch der Ausdruck eines Lebensgefühls – Minimalistisch aber nicht langweilig.  Exklusivität und Extravaganz – aber subtil.
In das Produktdesign übersetzt heißt das in Kurzfassung: minimalistisches Design und tiefschwarzes Leder mit IMMER einem kleinen Teil des Produkts in Flash Pink, Gold, Bronce, Hell Grün, Lila oder Blau oder einer anderen Farbe gehalten. Bei den Taschen ist immer einer von 2 Griffen farbig.

Wie entstand der Name des Labels?

Eine lange Geschichte. Ursprünglich wollte ich das Label Ringfinger nennen. Als ich in Hong Kong unterwegs war, hatte ich die spontane Idee einen Teil des des Worts- nämlich das „ing“ durch das chinesische Zeichen für „siegen“ zu ersetzen. Das Zeichen wird „Ying“ ausgesprochen. Somit ist das Logo eine einzigartige Sache geworden.

Welches Deiner Produkte verwendest beziehungsweise trägst Du im Moment selbst am liebsten?

Wenn ich arbeite hänge ich mir mein Handy in der „Dangle-Around“-Handyhülle in Flash-Pink um den Hals. Sehr praktisch. Ansonsten habe ich den Geldbeutel mit goldenem Kartenfach und die „Super Shoplifter“-Tote-Bag mit ebenfalls einem Griff in Gold. Dazu trage ich weisse Nike-Air.

Wo werden Deine Produkte gefertigt?

Bisher Kleinserien Made-In-Germany. Es fehlt nur noch der sprechende Affe, dann könnte ich auch vor der Tagesschau meinen Werbespot schalten.

Was ist Dir besonders wichtig bei Deiner Arbeit und damit auch an Deinen Produkten?

Mir ist wichtig, meinen Stil des Labels und das was ich mir vorstelle konsequent durchzuziehen. Kurzfristiger kommerzieller Erfolg interessiert mich nicht.

Was verbindest Du mit München?

Arbeit und Familie.

Was ist für Dich das Besondere an München?

Abgesehen von seinen bekannten Vorzügen finde ich München und Münchner sehr entspannt und lebensfroh. Beste Entwicklungsvoraussetzung für Fashion & Design. Man merkt, dass Geld in der Stadt ist und es den meisten Leuten hier gut geht.

Hast Du einen Lieblingsort in München?

Ich mag alle Orte, die hoch liegen und von denen man über die Stadt sehen kann – zum Beispiel den Olympiaberg.

Wo gehst Du in München gerne etwas essen oder trinken?

Ich gehe sehr gerne in die J-Bar. Alle weiteren Spots bleiben mein Geheimnis.

Du hast eine längere Zeit in Shanghai und Hong Kong gelebt – wie kam es dazu?

Eine bunte Mischung aus Arbeit, Liebe und Leben. Ein Grund, war, dass ich chinesisch gelernt habe. Ein anderer, dass ich immer beruflich immer in Asien zu tun gehabt habe. Shanghai und Hong Kong sind für mich – auch im Bezug auf Mode – Super-Metropolen, in die ich so oft wie möglich eintauche.

Wie unterscheiden sich diese asiatischen Städte von München?

Neon-Reklame Licht, Sky-Scraper und Häuserschluchten, Supermärkte 24h geöffnet, Leben-rund-um-die-Uhr, Laut, Einkaufen auch am Sonntag, absolute Anonymität, Karaoke, Nissan Skyline, ein noch höheres Bewusstsein für Mode und Marken.

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